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ATRIUM

Leistungen

Sechs Leistungsbereiche,ein gemeinsamer Nachweis.

Von der ersten Entwurfsvariante bis zur Plakette an der Fassade: Wir berechnen, prüfen und dokumentieren die Energieeffizienz Ihres Gebäudes so, dass Behörden, Fördergeber und Bauleitung mit denselben Zahlen arbeiten können.

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Zertifizierung

Energieausweise & KlimaHaus

Wohnhaus mit sorgfältig ausgeführter, hochgedämmter Gebäudehülle

Der Energieausweis ist in Südtirol Voraussetzung für Baukonzession, Abnahme, Verkauf und Vermietung. Wir erstellen ihn für Neubau und Sanierung und begleiten das KlimaHaus-Verfahren von der Anmeldung bis zur Plakette.

Am Anfang steht ein vollständiges Gebäudemodell: Hüllflächen, Bauteilaufbauten, Fenster, Wärmeerzeuger, Verteilung, Lüftung und Nutzungsprofile. Auf dieser Grundlage rechnen wir den Energiebedarf nach der geltenden KlimaHaus-Berechnungsmethodik und sagen Ihnen früh, ob die angestrebte Klasse – KlimaHaus A, B oder Gold – mit dem geplanten Aufbau tatsächlich erreichbar ist.

Wird sie knapp, zeigen wir die Stellschrauben mit dem besten Verhältnis von Aufwand und Wirkung: Dämmstärke, Fensterqualität und Einbausituation, Wärmerückgewinnung, Wahl und Regelung des Wärmeerzeugers. Für KlimaHaus Nature kommen die ökologischen Kriterien hinzu – Materialwahl, Wasserverbrauch, Bauteilbewertung –, die früh in der Planung berücksichtigt werden müssen, weil sie sich später kaum nachholen lassen.

Im Verfahren übernehmen wir die Anmeldung bei der KlimaHaus Agentur, die Einreichung der Projektunterlagen, die Abstimmung mit dem Prüfer und die Vorbereitung der Baustellenabnahme. Sie erhalten am Ende nicht nur das Zertifikat, sondern auch eine Zusammenfassung, die Sie Bank, Käufer oder Verwaltungsrat vorlegen können, ohne sie erklären zu müssen.

Was Sie erhalten

  • Energieausweis (APE) für Neubau, Sanierung, Verkauf und Vermietung
  • Vollständige KlimaHaus-Antragsunterlagen mit Berechnungsdatei und Plandokumentation
  • Vorabprüfung der erreichbaren Klasse inklusive Variantenvergleich
  • Begleitung der Bauabnahme und Nachreichung der Ausführungsnachweise
  • Verständliche Zusammenfassung für Bauherren, Banken und Verwaltungen

Grundlagen & Normen

  • KlimaHaus-Richtlinie der Autonomen Provinz Bozen
  • D.Lgs. 192/2005 und Interministerielles Dekret vom 26.06.2015
  • UNI/TS 11300, Teile 1 bis 6
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Berechnung

Energieeffizienz-Berechnungen

Technische Zeichnungen und Berechnungsunterlagen auf dem Schreibtisch

U-Werte, Wärmebrücken, Heiz- und Kühllasten: die Zahlen, mit denen Bauteilaufbauten festgelegt und Anlagen dimensioniert werden – belastbar gerechnet statt pauschal abgeschätzt.

Wärmebrücken berechnen wir numerisch nach UNI EN ISO 10211, zwei- oder dreidimensional, statt sie über pauschale Zuschläge abzudecken. Sie erhalten den längenbezogenen Wärmedurchgangskoeffizienten Psi für jedes relevante Detail und den Temperaturfaktor fRsi, mit dem sich beurteilen lässt, ob eine Anschlussstelle schimmelfrei bleibt. Bei kritischen Details – Balkonplatte, Fensteranschluss, Sockel, Attika – vergleichen wir Ausführungsvarianten, solange sie noch änderbar sind.

Heizlasten rechnen wir raumweise nach UNI EN 12831, mit den Klimadaten des jeweiligen Standorts. Das ist entscheidend, weil Südtirol vom Etschtal bis auf 1.500 Meter reicht und eine um zwei Kilowatt zu groß gewählte Wärmepumpe im Teillastbetrieb taktet, laut wird und Effizienz verliert. Kühllast- und Überhitzungsbetrachtungen ergänzen das Bild für Gebäude mit hohem Glasanteil oder innerer Last.

Alle Ergebnisse laufen in einem nachvollziehbaren Berechnungssatz zusammen: Schichtaufbauten mit Materialkennwerten, U-Werte je Bauteil, Wärmebrückenkatalog, Lastermittlung. Planer können damit weiterarbeiten, Prüfer können es nachvollziehen – und bei einer späteren Planänderung müssen wir nicht von vorn beginnen.

Was Sie erhalten

  • U-Wert-Nachweise für alle Bauteile inklusive Schichtaufbau und Materialkennwerten
  • Numerische Wärmebrückenberechnung mit Psi-Werten und Temperaturfaktoren
  • Raumweise Heizlastberechnung als Grundlage für Heizflächen und Wärmeerzeuger
  • Kühllastermittlung für Klimatisierung, Lüftung und Verschattungskonzept
  • Variantenvergleich für Dämmstärken, Fenster und Anschlussdetails

Grundlagen & Normen

  • UNI EN ISO 10211 – numerische Wärmebrückenberechnung
  • UNI EN ISO 6946 – Wärmedurchgangskoeffizient von Bauteilen
  • UNI EN 12831 – Norm-Heizlast
  • UNI EN ISO 52016-1 – Heiz- und Kühlbedarf
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Bauphysik

Bauphysik

Fassadendetail eines Gebäudes mit sichtbarem Bauteilanschluss

Feuchte, sommerliche Überhitzung und Schall entscheiden darüber, ob eine Konstruktion nicht nur rechnerisch, sondern über Jahrzehnte funktioniert.

Für jedes kritische Bauteil führen wir den Feuchteschutznachweis nach UNI EN ISO 13788 (Glaser-Verfahren) und bewerten, ob im Winter Tauwasser anfällt und ob es im Sommer wieder austrocknet. Besonders sorgfältig prüfen wir Innendämmungen im Bestand, nicht hinterlüftete Dächer, Holzbauteile mit dampfbremsender Ebene und Anschlüsse an Bestandsmauerwerk – dort entstehen die Schäden, die man erst nach Jahren sieht.

Der sommerliche Wärmeschutz ist in Südtirol längst kein Randthema mehr. Wir bewerten Phasenverschiebung und Amplitudendämpfung der Bauteile nach UNI EN ISO 13786 und entwickeln daraus ein Konzept aus Speichermasse, außenliegender Verschattung, Fensterorientierung und Nachtlüftung. Ziel ist es, Räume ohne Kühlung – oder mit möglichst kleiner Kühlung – behaglich zu halten.

Wo es das Projekt erfordert, kommt die Bauakustik hinzu: Vorbemessung von Trennwänden und Geschossdecken, Trittschall, Fassadenschalldämmung an Durchzugsstraßen und Haustechnikgeräusche. Gerade bei Hotel- und Wohnbauten lassen sich Beschwerden nur vermeiden, wenn diese Fragen vor der Ausführung geklärt sind.

Was Sie erhalten

  • Glaser-Nachweis je Bauteil mit Bewertung von Tauwasseranfall und Austrocknung
  • Beurteilung von Innendämmung und kritischen Anschlussdetails im Bestand
  • Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes mit Phasenverschiebung und Dämpfung
  • Konzept für Speichermasse, Verschattung und Nachtlüftung
  • Bauakustische Vorbemessung von Wänden, Decken und Fassade

Grundlagen & Normen

  • UNI EN ISO 13788 – Tauwasserbeurteilung nach Glaser
  • UNI EN ISO 13786 – dynamisch-thermische Bauteilkennwerte
  • DPCM 5.12.1997 – passive Schallschutzanforderungen
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Bestand

Energieaudits & Sanierungskonzepte

Techniker bei der Aufnahme eines bestehenden Gebäudes

Bestandsaufnahme, Verbrauchsanalyse und Variantenvergleich. Sie erfahren, welche Sanierungsschritte in welcher Reihenfolge den größten Effekt pro investiertem Euro bringen.

Wir beginnen vor Ort: Bauteilaufbauten aufnehmen, Anlagentechnik und Regelung dokumentieren, Baujahresschichten und frühere Eingriffe verstehen. Dazu kommen die Verbrauchsdaten der letzten Jahre, bereinigt um Witterung und Nutzung. Erst dann steht ein belastbarer Ausgangswert in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr, an dem sich jede geplante Maßnahme messen lässt.

Anschließend rechnen wir zwei bis vier Szenarien durch – von der Einzelmaßnahme bis zur Gesamtsanierung – jeweils mit Energiebedarf, Investitionsrahmen, Förderwirkung und CO₂-Bilanz. Häufig zeigt sich, dass die naheliegende Reihenfolge nicht die richtige ist: Eine neue Wärmepumpe vor der Dämmung der Hülle wird zu groß dimensioniert und läuft dauerhaft im falschen Betriebspunkt.

Das Ergebnis ist ein Sanierungsfahrplan in Etappen, der zu Ihrem Budget und Ihren Nutzungszyklen passt und späteren Schritten nichts verbaut. Für Unternehmen erstellen wir Energieaudits nach UNI CEI EN 16247, inklusive Maßnahmenliste mit Wirtschaftlichkeitsbewertung.

Was Sie erhalten

  • Bestandsaufnahme vor Ort mit Bauteilkatalog und Anlagenübersicht
  • Verbrauchsanalyse und Kennwertvergleich in kWh/m²a
  • Zwei bis vier Sanierungsvarianten mit Energie-, Kosten- und CO₂-Bilanz
  • Sanierungsfahrplan in Etappen mit begründeter Reihenfolge
  • Wirtschaftlichkeitsbetrachtung inklusive Amortisation und Fördereffekt

Grundlagen & Normen

  • UNI CEI EN 16247 – Energieaudits
  • D.Lgs. 102/2014 – Energieeffizienz und Auditpflichten
  • UNI/TS 11300 – Bewertung des Bestands
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Förderungen

Förderberatung

Auswertung von Energiekennzahlen und Förderunterlagen am Rechner

Steuerliche Absetzbeträge, Landesbeiträge der Autonomen Provinz Bozen und ENEA-Meldungen: Wir bereiten die technischen Nachweise vor und führen Sie termingerecht durch die Verfahren.

Fördermittel entscheiden sich nicht bei der Abrechnung, sondern bei der Planung. Wir prüfen vor Baubeginn, welche Instrumente für Ihr Vorhaben in Frage kommen – die jeweils geltenden steuerlichen Absetzbeträge für energetische Sanierungen, die Beiträge der Autonomen Provinz Bozen, Programme für erneuerbare Anlagen – und welche technischen Mindestanforderungen dafür einzuhalten sind. Häufig sind es wenige Zentimeter Dämmung oder ein besserer Fensterrahmen, die über die Förderfähigkeit entscheiden.

Dann bauen wir die Nachweiskette auf: energetische Bewertung vor und nach dem Eingriff, technische Beschreibungen, U-Wert-Nachweise der geförderten Bauteile, Bestätigungen des Technikers. Die ENEA-Meldung reichen wir innerhalb der vorgeschriebenen Frist nach Arbeitsende ein – eine Frist, an der überraschend viele sonst korrekte Sanierungen scheitern.

Wir sagen Ihnen auch, wenn eine Förderung sich nicht lohnt. Manche Auflagen kosten mehr, als der Beitrag einbringt, und manche Instrumente lassen sich nicht kombinieren. Diese Einschätzung erhalten Sie von uns schriftlich, bevor Sie sich binden.

Was Sie erhalten

  • Prüfung der Förderfähigkeit vor Baubeginn, schriftlich zusammengefasst
  • Technische Nachweise für steuerliche Absetzbeträge und Landesbeiträge
  • Energetische Vor- und Nachbewertung als Grundlage der Förderung
  • ENEA-Meldung innerhalb der vorgeschriebenen Fristen
  • Terminplan für Anträge, Zahlungsnachweise und Dokumentation

Grundlagen & Normen

  • Förderrichtlinien der Autonomen Provinz Bozen
  • Steuerliche Absetzbeträge nach jeweils geltendem Stand
  • ENEA-Meldeverfahren für energetische Sanierungen
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Anlagentechnik

Erneuerbare Energien

Photovoltaikmodule im Abendlicht vor Berglandschaft

Auslegung von Photovoltaik, Speicher und Wärmepumpe – dimensioniert auf den tatsächlichen Bedarf des Gebäudes und auf den Standort im Gebirge.

Bei Photovoltaik rechnen wir mit Dachneigung, Ausrichtung und Verschattung – und im Alpenraum gehört dazu der Horizont: Ein Hang im Süden oder ein Kirchturm kostet im Winter mehr Ertrag als jede Moduldiskussion. Der Ertragsprognose stellen wir das Lastprofil Ihres Gebäudes gegenüber. Erst dieser Abgleich zeigt, wie hoch der Eigenverbrauch realistisch ist und ob ein Speicher wirtschaftlich sinnvoll ist oder nur Kapital bindet.

Wärmepumpen legen wir auf die berechnete Heizlast aus, nicht auf Erfahrungswerte: Wahl der Wärmequelle (Luft, Erdreich, Grundwasser), Bivalenzpunkt, Vorlauftemperatur im Zusammenspiel mit den Heizflächen, Abschätzung der Jahresarbeitszahl. Wir weisen früh auf Aufstellungs- und Schallfragen hin, die im dichten Ortskern zum Problem werden können.

Wo Photovoltaik, Speicher, Wärmepumpe und Warmwasser zusammenspielen, betrachten wir das Gebäude als System und optimieren den Eigenverbrauch über Betriebsstrategie und Regelung. Auf Wunsch bewerten wir auch die Teilnahme an einer Energiegemeinschaft.

Was Sie erhalten

  • Ertragsprognose für Photovoltaik inklusive Horizont- und Objektverschattung
  • Lastprofilabgleich und Bewertung des realistischen Eigenverbrauchs
  • Dimensionierung von Speicher und Wärmepumpe mit Bivalenzpunkt
  • Abschätzung von Jahresarbeitszahl und künftigen Betriebskosten
  • Vergleich der Wärmeerzeuger-Varianten mit Betriebskostenprognose

Grundlagen & Normen

  • UNI EN 15316 – Berechnung der Anlagentechnik
  • UNI EN 14825 – Wärmepumpen, Teillast und SCOP
  • D.Lgs. 199/2021 – Mindestanteil erneuerbarer Energien

Regelwerk

Auf welcher Grundlage wir rechnen

Energieeffizienz ist in Italien und in Südtirol dicht reguliert – nationale Dekrete, Landesbestimmungen und technische Normen greifen ineinander. Wir arbeiten mit diesem Regelwerk täglich, damit Sie sich nicht damit befassen müssen.

KlimaHaus-Richtlinie
Technische Vorgaben der Autonomen Provinz Bozen für Klassifizierung, Antragstellung und Abnahme.
D.Lgs. 192/2005 & DM 26.06.2015
Nationale Mindestanforderungen an Gebäudehülle, Anlagentechnik und Nachweisführung.
UNI/TS 11300
Italienische Berechnungsnormen für Heiz-, Kühl- und Warmwasserbedarf sowie Anlagenverluste.
UNI EN ISO 10211 & 6946
Numerische Wärmebrückenberechnung und Wärmedurchgangskoeffizienten der Bauteile.
UNI EN ISO 13788
Feuchteschutz und Beurteilung von Tauwasser in mehrschichtigen Konstruktionen.
D.Lgs. 199/2021
Mindestanteil erneuerbarer Energien bei Neubau und größeren Sanierungen.

Für wen wir arbeiten

Vier Perspektiven auf dasselbe Gebäude

Bauherren, Planungsteams, ausführende Betriebe und Betreiber brauchen aus denselben Berechnungen unterschiedliche Antworten. Wir liefern jeder Seite das, womit sie weiterarbeiten kann.

  • Bauherren & Private

    Klare Entscheidungsgrundlagen statt Fachjargon: Was kostet welche Variante, was bringt sie im Betrieb, welche Förderung ist realistisch.

  • Architekten & Planungsteams

    Nachweise, die zum Entwurf passen und nicht dagegen arbeiten – mit Rückmeldung zu Details, solange sie noch geändert werden können.

  • Bauunternehmen & Handwerk

    Ausführbare Angaben zu Aufbauten, Anschlüssen und Anlagenparametern sowie Unterstützung bei Prüfungen auf der Baustelle.

  • Betriebe & öffentliche Verwaltung

    Energieaudits, Sanierungsfahrpläne und Nachweise für Hotels, Gewerbeobjekte und öffentliche Gebäude, abgestimmt auf Budgetzyklen.

Kontakt

Welche Leistung Ihr Projekt braucht, klären wir im Erstgespräch

Senden Sie uns Pläne, Verbrauchsdaten oder einfach die Adresse des Gebäudes. Sie erhalten innerhalb von zwei Arbeitstagen eine Einschätzung zu Leistungsumfang, Fristen und Fördermöglichkeiten – kostenfrei und unverbindlich.